
Neuerscheinung: „Inszenierte Vermittlung“ im kopaed-Verlag
Mit der Publikation Inszenierte Vermittlung wird ein konzeptioneller Entwurf für eine performativ ausgerichtete Kunstvermittlung zur Diskussion gestellt. Im Zentrum steht ein methodischer Ansatz, der Vermittlungssituationen nicht primär als Informationsübertragung, sondern als bewusst gestaltete Erfahrungsräume versteht.
Das Konzept der „Inszenierten Vermittlung“ greift theatrale und performative Elemente auf, um Lernprozesse auf kognitiver, körperlicher und räumlicher Ebene zu initiieren. Vermittlung erscheint dabei als choreografierter Prozess, in dem Wahrnehmung, Handlung und atmosphärisches Erleben ineinandergreifen. Durch die gezielte Inszenierung von Bildern, räumlichen Konstellationen und ästhetischen Strukturen entstehen vielschichtige Erfahrungsräume, die einen intensiven Zugang zu Kunst und Architektur eröffnen.
Der Ansatz wurde über mehrere Jahre hinweg in der universitären Lehre entwickelt und erprobt und hat sich in unterschiedlichen Kontexten – insbesondere in der gymnasialen Oberstufe, in der Hochschullehre sowie in musealen Vermittlungssituationen – als tragfähig erwiesen. Die vorliegende Publikation systematisiert das Konzept und versteht sich zugleich als Beitrag zu einem weiterführenden Diskurs über performative Formen der Kunstvermittlung.
Neben der theoretischen Fundierung der „Inszenierten Vermittlungschoreografie“ werden in Form exemplarischer „Skizzen“ konkrete Vermittlungsszenarien vorgestellt. Diese beziehen sich auf Werke von Joseph Beuys, Marina Abramović und Peter Zumthor und verdeutlichen die praktische Umsetzung des Ansatzes. Die Beispiele machen die unterschiedlichen Dimensionen der Methode sichtbar – von der dramaturgischen Planung über die räumliche Inszenierung bis hin zur aktiven Einbindung der Lernenden in den Vermittlungsprozess.