Originale Begegnung im Seminar

[KV9/Die originale Begegnung mit Kunstwerken, mit Architektur oder mit Objekten aus dem Bereich der Produktgetaltung/ Design ist ein sehr wichtiges Element guten Kunstunterrichts. Auf diese Weise kann dasPrinzip der Anschaulichkeit am Besten realisiert werden. Zahlreiche [ästhetische] Erfahrungen können nur am Original gewonnen werden.

Hier folgen Vorschläge und Impulse, wie die originale Begegnung an einem Seminartag >Kunst< umgesetzt werden kann. Kopiervorlagen sind als pdf integriert, die gesamte Einheit hier als pdf.

Neben der ästhetischen Praxis stellt die Rezeption von Kunstwerken eine wesentliche Komponente von Kunstunterricht in allen Jahrgangsstufen dar.

Die originale Begegnung ist ein zentrales Element der Werkrezeption. Damit Lehrkräfte Museumsbesuche initiieren und durchführen, muss der Wert der originalen Begegnung geschätzt werden. Zudem muss Sicherheit in organisatorischen Bereichen sowie in möglichen Inhalten und Vorgehensweisen vor Ort bestehen.

Im Seminar muss daher geklärt werden:

  • Warum ist die originale Begegnung sinnvoll?
  • Welche Möglichkeiten für die Werkbetrachtung mit dem Original gibt es?
  • Wie baue ich einen Museumsbesuch sinnvoll in eine Sequenz ein?
  • Wie organisiere ich einen Museumsbesuch?
  • Wie ist ein Museumsbesuch inhaltlich vorzubereiten?
  • Welche Möglichkeiten bieten sich im Museum an?
  • Was ist nach dem Besuch zu tun?

Für die einfache Visualisierung der einzelnen Aspekte werden in der beiliegenden PDF-Datei Wortkarten zur Verfügung gestellt. Diese können entweder an eine Tafel gepinnt werden oder  bei der Erstellung eines Schaubildes/ Plakates helfen.


Orte, Werke persönlich treffen

Kunst kann in unterschiedlichen Bereichen live erlebt werden.

  • Museen/ Ausstellungen/ private Sammlungen/ Sammlungen von Firmen
  • Plastiken, Gemälde/ Deckengemälde in Kirchen/ Gotteshäusern
  • öffentlicher Raum [Brunnen/ Kunst am Bau]
  • Ateliers von Künstlern/ Kunst-Handwerksbetriebe
  • Architektur [Gebäude/ Brücken/ Türme/ Plätze/ Gotteshäuser etc.]


Umsetzung im Seminar

  1. >Wo kann man Bereiche der Kunst [und Architektur] live begegnen? [falkeblog originale begegnung KV1]
  1. Referendare sammeln Möglichkeiten zur originalen Begegnung vor Ort (Seminarort, nähere Umgebung) und ordnen sie unter 1. gesammelten Bereichen zu.

    Chancen in der direkten Begegnung mit Originalen

In der Begegnung mit dem originalen Kunstwerk liegen einige Chancen, die noch über das Betrachten von Kunstwerken in der Schule hinausgehen. Über die Rezeption des Originals können schulische Werkbetrachtungen sinnvoll ergänzt und erweitert werden.

Hier werden nun die Vorteile der originalen Begegnung aufgeführt. Sie sind stets zu ergänzen um die Bereiche der Werkbegegnung im Unterricht.

Die originale Begegnung geht mit ihren Chancen als Bildungsfaktor über die Behandlung von Werken im Unterricht hinaus. Wesentliche Elemente der direkten Erfahrung in der Beschäftigung mit Kunst liegen in

  • einem intensiven Kennenlernen
  • der erweiterten Materialerfahrung
  • die vollständige Darstellung
  • Einblicken in den Entstehungskontext
  • einer auratischen Erfahrung.

 

originale begegnung 2

Intensives Kennenlernen

Das Kennenlernen eines Künstlers und seiner Werke ist in der originalen Begegnung ungleich intensiver als bei der Betrachtung einer Projektion oder einer fotografischen Abbildung. Vor allen Dingen intensiviert sich die Erfahrung durch die Möglichkeit, sich mit Klassenkameraden über Entdeckungen, eigene Interpretationen etc. auszutauschen. Das Original regt dabei sehr zur Kommunikation an.

Materialerfahrung
Werke im öffentlichen Raum können oftmals angefasst werden. So können die Kinder und Jugendlichen das Material erforschen und erste Hinweise auf die Art der Herstellung sammeln. Wie ist die Oberfläche beschaffen [rau, weich, hart, glatt, warm, kalt …]? Ist die Figur möglicherweise hohl oder doch massiv? Was könnte das für ein Material sein? Habe ich das schon mal irgendwo gesehen, gefühlt?

Auch grafische oder gemalte Arbeiten können im Original über deren Material ganz anders wahrgenommen werden. Ölfarben etwa lassen sich bei einem pastosen Farbauftrag leicht am Relief der Oberfläche sowie an deren Glanz [wenn keine Malmittel wie Sikkative zugeführt wurden] erkennen. Bei Drucken oder Zeichnungen lassen sich ins Papier geprägte Stellen entdecken. Skulpturen aus Holz weisen oft Verarbeitungsspuren auf: wie ist das gemacht? Welches Werkzeug wurde da verwendet? Welches Holz wurde verwendet?

Vollständige Darstellung
Abbildungen von Kunstwerken sind immer sehr starke Verkürzungen des Werks. Bei flächigen Werken wie Drucken, Zeichnungen oder Malereien variieren die Größe und die Farbigkeit der Darstellung im Vergleich zum Original meist deutlich.

Auf Abbildungen finden sich meist festgelegte Darstellungen. Eine standardisierte Position der Kamera soll zu einer möglichst unverzerrten Abbildung führen. Das Original hingegen wird fast ausschließlich „verzerrt“ wahrgenommen. Je nach Größe und Höhe der Aufhängung hat jeder Betrachter einen individuellen Blick auf das Werk. Dies führt zu verschiedenen Wahrnehmungen.

Dreidimensionale Kunstwerke sind meist nur aus einer, selten aus mehreren Perspektiven dargestellt. Originale Plastiken können umschritten, deren Größe in Bezug auf die eigene Größe erfahren, oft die reale Größe mit Maßbändern o.Ä. ermittelt und der Kontext des Aufstellungsortes [als Brunnen, vor Kirche, erhöht etc.] berücksichtigt werden.

Einblicke in den Entstehungskontext
Im Gespräch mit Künstlerinnen und Künstlern in deren Atelier können bildnerische Intentionen ergründet werden. Solche Gespräche erweitern die Perspektiven auf die Kunst und oft auch auf die Welt. Zudem können Werkzeuge und Verfahren vorgestellt werden.

Spuren im Material erlauben Rückschlüsse auf Herstellungsarten. So sind bei manchen Granitskulpturen noch die Bohrlöcher vom Bergabbau erkennbar.

Auratische Erfahrung
Begegnen Kinder und Jugendliche einem Original kann es zu auratischen Erfahrungen kommen. Durch das Kennenlernen des Künstlers oder der Künstlerin im Zuge der Vorbereitung geschieht schon eine Form der Erhöhung, die durch die Aufnahme und Positionierung im Museum noch erhöht werden.

Umsetzung im Seminar

  1. Mutmaßen, wo die Chancen der originalen Begegnung liegen [über die Werkbetrachtung im Unterricht hinaus]. Überschriften anpinnen. [kv1 /kv2]
  2. In PA/ KGA Textteile >Chancen in der direkten Begegnung< lesen [hinten noch einmal auf einer Seite zusammengefasst und anschließend vorstellen und besprechen. kv3]
  3. Mit den bisherigen Aspekten/ Wortkarten ein Plakat erstellen/ ergänzen. [kv4]

[die originale Begegnung]

Organisatorische Aspekte eines Museumsbesuches

Zunächst ist zu klären, ob der Museumsbesuch mit einer weiteren Klasse durchgeführt werden kann bzw. soll. In wenigen Bereichen macht dies mehr Arbeit, im Wesentlichen erleichtert die Kooperation die Durchführung [arbeitsteilige Vorbereitung, Kapazitäten im Bus etc.]. Im Team mit einer anderen Lehrkraft kann zudem von Erfahrungen und bestehenden Connections profitiert werden.

Oftmals sind Museumsbesuche nicht routiniert, viele Schülerinnen und Schüler sind das erste Mal in einem Museum. Regeln für den Besuch eines Museums müssen daher mit den Kindern und Jugendlichen gemeinsam erarbeitet und besprochen werden.

  • Wir laufen langsam.
  • Zu Kunstwerken wird ein Abstand eingehalten.
  • Rücksicht nehmen
  • Nicht essen und trinken/ keine Kaugummis

Für jüngere Kinder bietet es sich an, die Regeln zu veranschaulichen. Als Museumsschnecken, die sich durch die Ausstellung bewegen ohne dass die anderen Besucher sie bemerken, gelingt ein Gang ins Museum spielerisch.

Ein Museumsbesuch muss gut vorbereitet werden. Um den Überblick zu behalten, sind die verschiedenen Aspekte in einer Checkliste im Anhang notiert. [kv5-checkliste]

Umsetzung im Seminar
Gemeinsames Erarbeiten:

  1. Welche Regeln sollten Schülerinnen und Schüler in einem Museum einhalten? [s.o.]
  1. Wie kann ich die Regeln spielerisch realisieren [Museumsmäuse oder andere Ideen]?
  1. Entwerfen von Icons, die die Regeln für Kinder bildhaft prägnant zusammenfassen.
  1. Checkliste Museumsbesuch [kv5-checkliste]: Entweder zunächst in PA relevante Aspekte erarbeiten oder unmittelbar zur Lektüre zur Verfügung stellen und besprechen. [KV11 lupen]

Für den Besuch im Museum mit Schulklassen müssen einige organisatorische Aspekte berücksichtigt werden. Sie sind auf der Checkliste unten angeführt.

Generell ist es sinnvoll, die Schülerinnen und Schüler auch in die Organisation einzubeziehen. Wird mit öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren, können die Schülerinnen und Schüler mögliche Abfahrtszeiten eruieren. Über das Internet können Informationen zum Museum gesucht und zusammengetragen werden.


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Inhaltliche Vorbereitung eines Museumsbesuches

Natürlich kann man mit Kindern und Jugendlichen auch ohne eine breite und tiefe Vorbereitung ins Museum gehen. Allerdings schmälert man damit die Vermittlungschancen. Indem ein Museumsbesuch in eine Sequenz eingebettet wird, können gezielt Vermittlungsaspekte vorbereitet werden. Gerade wenn man der Verzahnung von ästhetischer Praxis und der Rezeption von Kunst einen hohen Stellenwert einräumt, ist die dem Besuch vorgeschaltete aktive handlungsdominierte Beschäftigung mit bestimmten Themenbereichen notwendig.

Ein Besuch in einer >Sammlung< kann wunderbar über die kindliche Sammelleidenschaft angebahnt werden:

Viele Kinder und auch Jugendliche sammeln. Viele Ausstellungen sind ebenso auf Basis von Sammlungen entstanden oder bilden sogar eine Sammlung ab.

Fragen an die Kinder sind dann

  • Was sammelst Du?
  • Was gefällt Dir an Deinen Sammlungsobjekten?
  • Wie lagerst und präsentierst Du Deine Sammlung?

Mögliche Schwerpunkte einer Ausstellung sind die Fokussierung auf einen Künstler/ eine Künstlerin, auf einen thematischen Schwerpunkt oder auf eine bildnerische Technik.

Künstler/ Künstlerin
Wird eine Ausstellung eines Künstlers/ einer Künstlerin besucht, ist es sinnvoll, die Klasse zuvor mit ihm/ ihr bekannt zu machen. Wege, einen Künstler einzuführen, sind im Bereich der „Werkbetrachtung“ nachzulesen. Im Wesentlichen geht es darum, über eine eigene ästhetische Praxis der Schülerinnen und Schüler Anker zu setzen, die als Erfahrung Basis für die anschließende Rezeption werden.

Thema
Eine Alternative besteht darin, eine Ausstellung unter einem bestimmten Thema zu besuchen. Wird etwa eine Präsentation zu „Wald und Licht“ besucht, sollten sich die Schülerinnen und Schüler im Vorfeld aktiv mit diesem Themenbereich auseinandergesetzt haben. Es ist für die meisten Schulen nicht schwer, in einen Wald zu gehen, dort die Eindrücke zu sammeln, Proben von Farben des Waldes zu sammeln, Szenen im Wald zu zeichnen, Formen und Farben für Gerüche des Waldes zu finden etc. Sie werden auf diese Weise für das Thema sensibilisiert, entdecken die Bandbreite möglicher künstlerischer Motive und Ausdrucksformen und werden neugierig auf die bildnerische Umsetzung durch die Künstler.

Bildnerische Technik
Eine weitere Alternative besteht im Besuch einer Ausstellung, in der eine bildnerische Technik im Vordergrund steht. Gibt das Museum einen Überblick über Druckgrafiken unterschiedlicher Künstlerinnen und Künstler, ist es sinnvoll, im Vorfeld bereits mit den Schülerinnen und den Schülern gedruckt zu haben. Dann können technische Spezifika auch bei der Rezeption leichter in ihren Ausprägungen wahrgenommen werden. Zudem macht das eigene Drucken auch neugierig und generiert oder verstärkt eine Form von Interesse für Druckwerke.

Umsetzung im Seminar
Der oben stehende Text kv6sollte in häuslicher Arbeit vorbereitet werden [als Kopie oder pdf]. Er kann dann im Seminar kurz gemeinsam besprochen werden.

Im Museum
Oft sieht man in Museen Führungen für Kinder, bei denen Erwachsene den am Boden sitzenden Kindern etwas zu ausgesuchten Arbeiten erzählen. Dabei gibt es einige Ideen, die die Kinder oder die Jugendlichen aktiv zu einer individuellen Rezeption anzuleiten.

Jugendliche sind nicht immer von Beginn an für einen Museumsbesuch motiviert. Über geeignete Aktionsformen im Museum kann es Jugendlichen gelingen, neue und interessante Perspektiven einzunehmen und an eigene Interessen anzuknüpfen.

Hier sind einige Ideen aufgeführt [kv6], wie

  1. >Columbus<„Bekanntes erkennen, Neues entdecken!“
  2. >Ich bin Fan von…<   Lieblingswerk aussuchen und beschreiben
  3. >Ausschnitt<   Bildausschnitte entdecken
  4. >Detektive< Bilder auf Inhalt, Technik hin untersuchen
  5. >Alles Geschichten<   Geschichten zu Bildern/Bildausschnitten ausdenken [aufschreiben oder erzählen]
  6. >Badeente<   Bilder/ Kunstwerke zu bestimmten Objekten z.B. Badeente suchen etc.
  7. >Originale entdecken< Werke unter den Aspekten Material… aussuchen und
  8. >Plastiken zeichnen<

Generell sollten Skizzenhefte, die ohnehin aus der schulischen Arbeit bekannt sind, mitgenommen werden. Dazu ein paar Bleistifte und Holzstifte. [Vorgaben des Museums berücksichtigen]

Zudem gilt es, didaktisch aufbereitete Sequenzen im Museum zu nutzen. Manche Museen bieten Materialproben von Skulpturen zum Fühlen an oder zeigen die Entstehung von Kunstwerken etc. Allerdings ist mancherorts Vorsicht geboten, das Ausmalen von Kopiervorlagen läuft jeder qualitätsorientierten Begegnung mit Kunstwerken zuwider.

Die Nachbereitung
Zurück in der Schule sollte ein Museumsbesuch nachbereitet werden. Im gewohnten Umfeld können die Erfahrungen noch einmal mit einem zeitlichen Abstand ausgetauscht werden. KV6 zur Visualisierung

Zudem kann in Freiarbeitszeit an Zeichnungen und Notizen, die ins Skizzenheft gemacht wurden, weitergearbeitet werden.

Wurde der Unterrichtsgang in ein Atelier, in eine Galerie oder ein Museum über eine ästhetische Praxis der Kinder und Jugendlichen vorbereitet, kann hier zum einen eine Weiterarbeit erfolgen, zum anderen können Präsentationen [Ausstellungen, Plakate etc.] vorbereitet werden.

Umsetzung im Seminar

  1. Arbeitsteiliges Vorstellen der Möglichkeiten im Museum. Die Textteile zu den unterschiedlichen Aktionen im Museum werden von den Teilnehmern angerissen. [KV6 zur Visualisierung]
  1. Erproben einzelner Ideen zur originalen Begegnung im Rahmen eines gemeinsamen Museumsbesuches. [z.B. >Badeente<, >Ich bin Fan von…<, Detektive]
  1. Erstellen von Arbeitsaufträgen für Kinder/ Jugendliche für eine spezifische Ausstellung [z.B. nach einem eigenen Museumsbesuch]

Mit dem Seminar ins Museum
Auch im Seminar ist die Vermittlung am Original wichtig. Bei einem Museumsbesuch können organisatorische Aspekte besprochen und geübt und Museen in der Nähe kennengelernt werden. Zudem werden kunsthistorische Aspekte am Original erfahren und Möglichkeiten zur originalen Begegnung in der Schule exemplarisch erprobt.

Die Organisation des Besuchs erfolgt über die Teilnehmer selbst. Hier kann arbeitsteilig vorgegangen werden. Werden im Rahmen der Möglichkeiten der originalen Begegnung ohnehin die Museen und entsprechende Alternativen in der Umgebung eruiert, kann gleich eine Entscheidung für einen Besuch fallen. Vorher sollten aber rechtzeitig der Ort, der Zeitpunkt, der Umfang und die Kosten festgelegt werden. In einigen Museen gibt es für Lehrkräfte oder Bildungseinrichtungen Rabatt oder kostenfreien Zugang. Darum muss man sich allerdings rechtzeitig kümmern.

Neben dem eigenen Erproben etwa der möglichen Aktionen im Museum, wird das soziale Miteinander im Seminar gefördert. Da Museumsbesuche nicht mehr zum Standartrepertoire akademischer Freizeitgestaltung gehören, muss auch auf Grundregeln hingewiesen werden. So sollte der Kleidungsstil andere Besucher nicht zu sehr von der Kunst ablenken. Kaugummi kauende Betrachter sind nicht sehr angenehm. Ebenso wenig schickt es sich, Im Museum zu telefonieren oder sich über SMS und andere Nachrichtendienste auszutauschen.


Kompetenzen

Nachfolgend werden Kompetenzen angeführt, die im Rahmen eines Unterrichtsgangs zur originalen Begegnung aufgebaut oder weiter geschult werden.

Sachkompetenz

  • Vorwissen auf konkrete Werke anwenden
  • Aspekte der Kunstgeschichte kennen
  • Kontraste kennen und erkennen
  • Bezüge zu einer künstlerischen Darstellung herstellen
    • Zu eigener ästhetischer Praxis
    • Zu individuellen Interessen
  • Assoziationen zu Elementen von Kunstwerken herstellen
  • Bekannte Materialien im Werk wiedererkennen
  • Bandbreite künstlerischer Umsetzung von Themen kennen
  • Herstellungswege in Ansätzen rekonstruieren


Methodenkompetenz

  • Kunstwerke [auch mit Fachbegriffen] beschreiben
  • Selbst Informationen zu Werken oder Künstlerinnen/ Künstlern einholen
  • Sich Werken zeichnerisch nähern


Personalkompetenz

  • Eine ästhetische Präferenz ausbilden und artikulieren
  • Genuss bei der Betrachtung von Kunstwerken empfinden
  • Künstlerische Leistung schätzen
  • Aus Bildelementen neue Vorstellungswelten erschließen
  • Um den Wert von Originalen wissen

Sozialkompetenz

  • Sich mit anderen Kinder/ Jugendlichen über Kunst austauschen
  • Sich in neuem institutionellem Kontext zu verhalten wissen
  • Auch außerschulisch in der Gruppe Regeln einhalten

 

Umsetzung im Seminar
Nachdem mögliche Abläufe für einen Unterrichtsgang in ein Atelier, ein Museum, eine Galerie etc. besprochen sind, lassen sich den Handlungen der Kinder im Rückgriff Kompetenzen zuweisen. Dabei geht es nicht darum, einen Grad festzuhalten, den die Kinder/ Jugendlichen je Jahrgangsstufe erreichen müssen. Vielmehr geht es um eine kontinuierliche Schulung und Weiterentwicklung der Kompetenzen.

Zunächst sollten mögliche Kompetenzbereiche gemeinsam gesammelt werden.Dazu können auf die bisherige Visualiserung an der Tafel oder dem Plakat zurückgegriffen und anschließend Aspekte auf dem AB ergänzt werden.

Für den Fall, dass eine eigene Einheit zu den Kompetenzen und deren Zuordnung zu den einzelnen Kompetenzfeldern erfolgen soll, sind die o.g. Aspekte als KV verfügbar. Sie sind so den Oberkategorien zuzuordnen.
[[KV9/ KV10]