Glossar_

Begriffe vom falkeblog_ werden hier bezogen auf den Kontext der Seite kurz erläutert.

Ästhetische Praxis
Auf falkeblog_ wird der Umgang mit analogem Material und digitalen Medien von Kindern und Jugendlichen im Kontext eines mittelbaren oder unmittelbaren Erstellens eines Bildes/ Werkes ästhetische Praxis genannt. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass Kunstunterricht, der die Qualitätskriterien umfassend berücksichtigt, Möglichkeiten bietet, dass die Kinder/ Jugendlichen ästhetisch Wahrgenommenes in Handlungen überführen und so ästhetische Erfahrungen machen können.
Vielfach kann man den Begriff der >ästhetischen Praxiskünstlerische Praxisnicht verwendet, da das Werk der Kinder/ Jugendlichen nicht im Kontext des Kunstmarktes erstellt wird. Es kann sich Freiheiten abseits des Buhlens um Galerien, Museen und Sammler erlauben und ist nicht auf das Entwickeln eines Alleinstellungsmerkmals (Branding) aus.

Bauen

Bauen ist eine Aktivität, die für Kinder eine wichtige Rolle in ihrer kognitiven, emotionalen und motorischen Entwicklung spielt. Kinder zeigen oft von frühem Alter an ein natürliches Interesse am Bauen und verwenden verschiedene Materialien und Techniken, um Strukturen zu schaffen.

Exploratives Spiel: Kinder nutzen das Bauen als eine Möglichkeit, ihre Umgebung zu erkunden und zu verstehen. Indem sie mit Bausteinen, Legosteinen oder anderen Baumaterialien experimentieren, lernen sie über Größenverhältnisse, Gewicht, Stabilität und räumliche Beziehungen.

Imagination: Das Bauen ermöglicht es Kindern, ihre Fantasie auszudrücken. Sie können ihre eigenen Ideen und Vorstellungen in Form von Strukturen umsetzen und dabei ihre Fantasie spielen lassen.

Problemlösungsfähigkeiten: Beim Bauen werden Kinder vor Herausforderungen gestellt, wie zum Beispiel das Balancieren von Bausteinen, das Konstruieren stabiler Strukturen oder das Überwinden von Hindernissen. Dies fördert ihre Fähigkeit zur Problemlösung, da sie verschiedene Ansätze ausprobieren, Fehler machen und daraus lernen.

Feinmotorische Fähigkeiten: Das Bauen erfordert präzise Handbewegungen, wie das Greifen, Stapeln, Zusammenfügen und Verbinden von Bausteinen. Durch diese Aktivitäten entwickeln Kinder ihre feinmotorischen Fähigkeiten, Hand-Augen-Koordination und Fingerfertigkeit.

Soziale Interaktion: Das Bauen kann eine kooperative Aktivität sein, bei der Kinder zusammenarbeiten, Ideen austauschen, kommunizieren und gemeinsam an einem Projekt arbeiten. Dies fördert soziale Fähigkeiten wie Teamarbeit, Kommunikation, Kompromissbereitschaft und Konfliktlösung.

    Es ist wichtig zu beachten, dass das Bauen von Kind zu Kind unterschiedlich sein kann und vom Alter, den individuellen Fähigkeiten und Interessen sowie den zur Verfügung stehenden Ressourcen abhängt. Es ist eine wertvolle Aktivität, die Kinder in vielerlei Hinsicht unterstützt und ihre ganzheitliche Entwicklung fördert.


    Experimentieren

    Das Experimentieren mit Materialien hat einen hohen Wert für Schülerinnen und Schüler, da es ihre kreative, kognitive und persönliche Entwicklung fördert. Hier sind einige der zentralen Werte und Nutzen des Experimentierens mit Materialien durch Schülerinnen und Schüler:

    Entdeckendes Lernen: Das Experimentieren mit Materialien ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern, durch eigenes Erkunden und Ausprobieren zu lernen. Sie können verschiedene Materialien, Werkzeuge und Techniken erforschen und dabei ihre eigenen Entdeckungen machen. Dies fördert ein aktives und selbstgesteuertes Lernen.

    Problemlösungsfähigkeiten: Das Experimentieren mit Materialien erfordert kritisches Denken und Problemlösungsfähigkeiten. Die Schülerinnen und Schüler müssen Entscheidungen treffen, wie sie Materialien kombinieren, strukturieren oder verändern, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Dabei lernen sie, alternative Lösungswege zu finden und mit Herausforderungen umzugehen.

    Sensorische Erfahrung: Das Experimentieren mit Materialien ermöglicht den Schülerinnen und Schülern eine vielfältige sensorische Erfahrung. Sie können die verschiedenen Texturen, Farben, Formen, Gerüche und sogar Klänge der Materialien erkunden und so ihre Sinne schulen und ihre Wahrnehmung erweitern.

    Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen: Das Experimentieren mit Materialien fördert das Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen der Schülerinnen und Schüler. Wenn sie ihre eigenen Ideen umsetzen und kreativen Problemen begegnen, können sie Erfolgserlebnisse erleben und ein Gefühl der Selbstwirksamkeit entwickeln.

    Teamarbeit und Zusammenarbeit: Das Experimentieren mit Materialien kann auch in Gruppenarbeit und kooperativen Projekten stattfinden. Dabei lernen die Schülerinnen und Schüler, zusammenzuarbeiten, Ideen auszutauschen, voneinander zu lernen und gemeinsam kreative Lösungen zu entwickeln. Dies fördert soziale Kompetenzen wie Kommunikation, Zusammenarbeit und Respekt.

    Das Experimentieren mit Materialien bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ihre kreativen, kognitiven und sozialen Fähigkeiten zu entwickeln. Es unterstützt ihre persönliche Entfaltung, fördert die Neugierde und Eigeninitiative und trägt zur ganzheitlichen Bildung bei. Zudem initiiert Experimentieren neue Ideen für eine folgende bildnerische Praxis. Experimentieren braucht Zeit, um aus einem Explorationshandeln heraus ausreichend Raum zu erhalten. Besonders wertvoll wird Experimentieren, als Kinder und Jugendliche beim Experimentieren die Chance haben, eine ästhetische Erfahrung zu machen.

    Künstlerische Praxis
    Künstlerische Praxis findet im Kontext vom Kunstmarkt, von Strategien zur Positionierung und Profilierung statt. Um eine so kontextualisierte Praxis von einer bildnerischen Praxis in Schulen oder in außerschulischen Einrichtungen zu unterscheiden, wird hier von >ästhetischer Praxis< gesprochen.

    Malen
    Malen ist eine wertvolle Aktivität, die sich positiv auf die kognitive und emotionale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen auswirkt. Es fördert die kognitive Entwicklung, stärkt die Imagination und den Selbstausdruck, unterstützt die emotionale Verarbeitung, entwickelt soziale und kommunikative Fähigkeiten und kann eine therapeutische Wirkung haben.

    Malen hat eine Vielzahl von Auswirkungen auf die kognitive Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Beim Malen müssen sie ihre Vorstellungskraft nutzen und ihre Ideen in visuelle Bilder umsetzen. Dies fördert ihre Fähigkeit zur räumlichen Wahrnehmung und zur visuellen Verarbeitung von Informationen. Sie lernen, Details zu beobachten, Farben zu unterscheiden und Proportionen einzuschätzen. Durch das Malen werden auch die Feinmotorik und die Hand-Augen-Koordination entwickelt, da Kinder präzise Bewegungen ausführen müssen, um ihre Bilder zu gestalten.

    Das Malen ermöglicht es Kindern und Jugendlichen, ihre Ideen und Vorstellungen auf Leinwand oder Papier zum Ausdruck bringen. Das Malen fördert die Fähigkeit zur Problemlösung und zum kreativen Denken. Durch das Schaffen eigener Werke entwickeln sie ein Gefühl von Stolz und Selbstvertrauen.

    Malen kann Kindern einen Raum bieten, eigene Emotionen zu erkunden und auszudrücken. Es ermöglicht ihnen, ihre Gefühle auf nonverbale Weise auszudrücken. Das Malen kann auch als Ventil dienen, um negative Emotionen abzubauen und Stress abzubauen.

    Malen bietet Kindern auch die Möglichkeit, ihre Werke mit anderen zu teilen und über ihre bildnerischen Entscheidungen zu sprechen. Durch das Sprechen über eigene und fremde Arbeiten können Kinder und Jugendliche lernen, ihre Gedanken und Ideen zu kommunizieren, Feedback zu geben und zuzuhören. Dies fördert ihre sozialen und kommunikativen Fähigkeiten, ihre Fähigkeit zur Zusammenarbeit und den Austausch von Perspektiven.

    Auch wenn es nicht Aufgabe des Kunstunterrichts sein kann, kann Malen auch therapeutische Effekte haben, insbesondere bei Kindern, die mit Trauma, Ängsten oder emotionalen Herausforderungen konfrontiert sind. Es kann ihnen helfen, ihre Emotionen zu verarbeiten, ihre Selbstwahrnehmung zu stärken und ihre psychische Gesundheit zu verbessern. Das Malen kann ein Ausdrucksmittel sein, um schwierige Erfahrungen zu bewältigen und einen positiven Ausdruck zu finden.

    Plastizieren
    Plastizieren gehört wie das Konstruieren und das Skulptieren zu den Formen >ästhetischer Praxis im Raum. Beim Plastizieren (griechisch: plassein = formen) wird eine formbare Masse durch Hinzugeben und ein Ausarbeiten in Form gebracht.

    Rezeption
    Sämtliche Vorgänge, die mit dem Sehen, dem Betrachten, dem Beobachten, dem Wahrnehmen, dem Assoziieren, der Verarbeitung von Kunstwerken einhergehen, werden unter dem Begriff der Rezeption gefasst.
    Es gibt unterschiedliche Ansätze zur Rezeption, die sich auch dadurch unterscheiden, dass Kunstwerken verschiedene Grade von Offenheit zugeschrieben werden.

    Skulptur
    Beim Erstellen einer Skulptur (lateinisch: sculpere= schnitzen, schneiden) wird Material abgetragen. Bekannte Skulpturen der Kunstgeschichte sind z.B. aus Marmor.